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Kickern ist seit seiner Erfindung zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine äußerst beliebte Freizeitbeschäftigung. Und die Fangemeinde des Tischfußballs wird immer größer. So sind Kickertische heute nicht mehr nur in Kneipen und Jugendheimen anzutreffen, sondern finden auch immer mehr den Weg in heimische Hobbykeller und Betriebskantinen. Seit einigen Jahren bemüht sich der Weltverband des Tischfußballs (ITSF) sogar darum, aus dem Freizeitsport eine anerkannte olympische Disziplin zu machen, Bundesligen und Weltmeisterschaften gibt es schon seit Längerem.
 
Aber was genau ist das Phänomen, das den Tischfußball so faszinierend macht und jeden, der einmal damit angefangen hat, immer wieder in seinen Bann zieht?
 
Zum einen liegt es sicherlich daran, dass beim Kickern nicht viel erklären werden muss. Denn wer auch nur einmal ein Fußballspiel auf dem Rasen verfolgt hat, der versteht auch das Prinzip des Tischfußballs sofort. Auf der anderen Seite kann jeder, ob jung oder alt, dick oder dünn, Tischfußball spielen. Auch wer ansonsten nicht besonders sportlich ist, kann beim Kickern durchaus absolute Glanzparaden vollbringen. Denn beim Tischfußball ist nicht körperliche Fitness und hervorragende Beinarbeit der Spieler gefragt, sondern gute Reaktionsfähigkeit und ein blitzschnelles Handgelenk. Es überrascht daher nicht, dass der Trendsport auch als therapeutisches Mittel bei der Hand-Augen-Koordination eingesetzt wird.
 
Und die Erfolgserlebnisse lassen nicht lange auf sich warten. Auch ein ungeübter Spieler lernt schnell, den Ball ins gegnerische Tor zu zielen. Und je länger er spielt, desto mehr Tricks und saubere Pässe gelingen ihm auch. Im Vordergrund steht beim Kickern aber vornehmlich die Geselligkeit und der Spaß. Denn entscheidend ist meist nicht der Sieg am Kickertisch, sondern die gemeinsame Freude am Spiel. Das erklärt wohl auch, warum es gerade beim Kneipenkickern, neben dem Verbot, die Stangen zu kurbeln und den Kickertisch zu ruckeln, kaum einschränkende Regeln gibt. Und da eine Kicker-Runde bis zum Sieg meist nicht länger als zehn Minuten dauert, hat jeder Anwesende die Chance, auch einmal selber zu spielen, ohne lange darauf warten zu müssen.
 
Besonders in der Kneipe und bei Veranstaltungen sind Kickertische zusätzlich eine beliebte Kontaktbörse, denn hier trifft man sich, um gemeinsam Tischfußball zu spielen. Auch wer sich vorher nicht kannte, kommt beim Kickern schnell ins Gespräch. Und wenn dann auch noch die Verlierermannschaft für Getränkenachschub sorgt, wird zwar die Treffsicherheit der Tischfußballer nicht unbedingt erhöht, der Abend aber noch feucht-fröhlicher.
 
Die soziale Wirkung des Tischfußballs haben mittlerweile auch viele Chefs und Betriebsleiter erkannt, die in ihren Pausenräumen Kickertische aufstellen. Denn so kommen sich Angestellte auch abseits ihrer Arbeit schnell näher, ohne die typische anfängliche Scheu. Gleiches gilt für Jungend- und Sozialeinrichtungen, in denen ein Kickertisch fast schon zur Ausstattung dazu gehören sollte. Denn hier wird das Gemeinschaftliche gefördert, ohne dass ein pädagogischer Leiter vonnöten ist. Schließlich sieht man es selten, dass ein Kickertisch nicht in Benutzung ist, sobald mindestens zwei Leute im gleichen Raum zusammentreffen. Und wenn dann erst einmal eine Tischfußball-Runde in vollem Gange ist, wird der Kickertisch schnell zum Mittelpunkt der Gesellschaft
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